Öffentlicher Dienst

Schulische Auszubildende bezahlen

Tarifrunde bei Bund und Kommunen

Schulische Auszubildende bezahlen

Foto des Flugblatts ver.di Februar 2018: Flugblatt Verhandlungsauftakt TRöD - Schulische Auszubildende bezahlen

Los geht´s! Am 26. Februar haben in Potsdam die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst begonnen. Dabei geht es um Lohnerhöhungen für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten bei Bund und Kommunen. Doch nicht nur das. ver.di fordert auch, dass betrieblich-schulische Auszubildende endlich eine Vergütung erhalten. Medizinisch-Technische Assistent/innen, Physiotherapeut/innen, Diätassistent/innen, Orthoptist/innen, Logopäd/innen und Ergotherapeut/innen dürfen nicht länger leer ausgehen.

#tarifdeluxe – Weniger ist Wahnsinn! Während angehende Gesundheits- und Krankenpfleger/innen, Hebammen und andere selbstverständlich bezahlt werden, bekommen betrieblich-schulische Auszubildende keinen Cent. Dabei werden sie ausgebildet für hoch qualifizierte Arbeit, ohne die die Krankenhäuser nicht funktionieren.

Schluss mit lustig! Wie stets jammern die Arbeitgeber auch in dieser Tarifrunde über Geldmangel. Angesichts von Rekordüberschüssen in den öffentlichen Haushalten ist das ein Witz. Überhaupt nicht lustig wäre, wenn sich die kommunalen Arbeitgeber der Bezahlung betrieblich-schulischer Auszubildender verweigern würden. Vor Verhandlungsbeginn betonten sie zwar, sie könnten »sich durchaus vorstellen, hier zu Veränderungen zu kommen, sofern dies entsprechend refinanziert wird«. Doch ein Angebot haben sie in der ersten Runde am 26. Februar nicht vorgelegt.

junger Mann in Arbeitskleidung ver.di Marius Trunk, MRTA-Schüler am Uniklinikum Mannheim

Wir machen wichtige Arbeit für die Patientinnen und Patienten. Dafür müssen wir gut ausgebildet sein. Wenn wir trotz Ganztagsausbildung noch im Nebenjob arbeiten müssen, schlaucht das und es fehlt die Zeit zum Lernen. Auch wir haben endlich eine Ausbildungsvergütung verdient.« Marius Trunk macht eine Ausbildung zum Medizinisch-Technischen Radiologie-Assistenten am Uniklinikum Mannheim.

Von wegen unbezahlbar! Die Gesetzeslage ist eindeutig: Die Krankenkassen müssen die Vergütung der betrieblich-schulischen Auszubildenden grundsätzlich refinanzieren, sofern die Kliniken Träger oder Mittträger der Schule sind. Das Bundesgesundheitsministerium hat das im Zuge eines Gesprächs im Rahmen von Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) im August 2017 schriftlich bestätigt: Eine tarifvertragliche Regelung zur Ausbildungsvergütung für die betrieblich-schulischen Ausbildungsgänge ist von den Kassen zu erstatten – sofern sie vereinbart wird. Auch die kommunalen Arbeitgeber haben also keinen Vorwand mehr, die Bezahlung zu verweigern.

Und ... Action! Alle Erfahrung zeigt: Gute Argumente reichen nicht. Es braucht Druck, damit sich die Arbeitgeber bewegen. Den #tarifdeluxe bekommen wir nur, wenn sich viele Auszubildende dafür einsetzen. Action ist angesagt – im Betrieb und auf der Straße.

Get organized! Wenn du keinen Bock auf eine Ausbildungsvergütung hast, dann werde bloß nicht Gewerkschaftsmitglied. Für alle anderen gilt: Organisiert euch in ver.di, der starken Gewerkschaft im Gesundheits- und Sozialwesen!

www.mitgliedwerden.verdi.de

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