Helios

Verweigerungshaltung aufgeben

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Verweigerungshaltung aufgeben

Pressemitteilung vom 14.02.2017. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert die Helios-Kliniken auf, in den anstehenden Verhandlungen ihre Verweigerungshaltung aufzugeben. "Die Beschäftigten haben ein Recht darauf, dass ihr Arbeitgeber Helios sie ernst nimmt. Es ist ein Affront, wenn der Arbeitgeber sich weigert, über relevante Themen zu verhandeln", betonte ver.di-Verhandlungsführerin Sylvia Bühler am Dienstag. Helios hatte zuvor erklärt, weder über eine volle Jahressonderzahlung und eine Ost-West-Angleichung der Arbeitszeit von 40 auf 38,5 Wochenstunden noch über eine Erhöhung des Urlaubs für Auszubildende auf 30 Tage verhandeln zu wollen. Die Tarifverhandlungen für die etwa 24.000 Beschäftigten in den 36 Kliniken, die unter den Konzerntarifvertrag fallen, werden am Mittwoch (15. Februar 2017) in Berlin fortgesetzt.

Ebenso wenig wollen die Helios-Kliniken über die Einführung neuer Eingruppierungsregeln analog zu kommunalen Krankenhäusern verhandeln, es sei denn, der entsprechende Tarifvertrag werde zuvor gekündigt.

Das lehne ver.di ab: "Eine Weiterentwicklung von ungekündigten Tarifverträgen ist gängige Praxis. Bei gekündigten Vereinbarungen besteht die Gefahr, dass der Arbeitgeber bei Neueinstellungen mit schlechteren Konditionen Fakten schafft", stellte Bühler klar: "Das ist keine Option für ver.di." Lediglich zur ver.di-Gehaltsforderung von sechs Prozent hat Helios bisher ein Angebot angekündigt.

Die Verweigerungshaltung gegenüber den Beschäftigten sei umso erstaunlicher, da die Helios-Kassen gut gefüllt seien. Mit ihrer engagierten und verantwortungsvollen Arbeit habe das Klinik-Personal dafür gesorgt, dass Helios im vergangenen Jahr fast eine halbe Milliarde Euro Gewinn gemacht hat. "Jetzt ist es an der Zeit, dass auch die Beschäftigten von ihrem Einsatz profitieren", sagte Bühler.

Eine weitere Verhandlungsrunde ist für den 20. März 2017 angesetzt.