Helios

Unzureichendes Angebot

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Unzureichendes Angebot

Sparschwein und Schild "Armer reicher Helios-Konzern" ver.di Helios-Tarifrunde 2017: Ein Sparschwein für den Konzern

Immerhin, ein erstes Angebot zur Entgelterhöhung hat Helios in der zweiten Verhandlungsrunde vorgelegt.  Die Entgelte sollen in drei Schritten innerhalb von 24 Monaten steigen:

  • ab 1. Januar 2017 um 2 Prozent
  • ab 1. Januar 2018 um 1,7 Prozent
  • ab 1. September 2018 um weitere 0,6 Prozent.

Die Ausbildungsentgelte sollen ab 1. Januar 2017 um 30 € und ab 1. Januar 2018 um weitere 25 € angehoben werden.

Kein Angebot gab es zur Anhebung der Jahressonderzahlung, keine Bereitschaft zur Ost-West Angleichung, kein Entgegenkommen bei der Erhöhung der Urlaubstage für Auszubildende und keine Zusage zügig Verhandlungen für eine Entgeltordnung aufzunehmen. Dieser Verweigerung ist unverständlich.

Ob Helios es schafft, mit so einem Angebot und der strikten Weigerung  über wichtige Forderungen der Beschäftigten zu verhandeln, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, wird sich zeigen.

Wenn Helios die Eingruppierung nicht zeitnah aktualisiert, werden die Beschäftigten bald feststellen, dass man zum Beispiel in kommunalen Kliniken zum Teil deutlich mehr verdienen kann. Helios erklärt sehr selbstbewusst, man mache so viel für die Beschäftigten, diese wüssten das zu schätzen.

Helios besteht darauf, dass es vor Aufnahme der Verhandlungen über eine Entgeltordnung erst einmal Verhandlungen über eine Prozessvereinbarung geben soll. Hier sollen vor allem Prämissen  festgelegt werden. Was aus Helios-Sicht Bedingungen zur Verhandlungsaufnahme sind, ist bekannt: Die neue Entgeltordnung der kommunalen Klinken soll keine Grundlage der Eingruppierung bei Helios sein und es soll Beschäftigtengruppen geben, die künftig weniger verdienen. Diese Vorbedingungen lehnt ver.di ab.

Helios-Tarifrunde 2017: Azubis von Helios Helmstedt setzen sich für Urlaub ein ver.di Helios-Tarifrunde 2017: Azubis von Helios Helmstedt setzen sich für Urlaub ein

Die ver.di-Verhandlungskommission hat festgestellt, dass es heute schon in vielen Fällen persönliche Zulagen gibt, um Beschäftigte im Unternehmen zu halten. Wenn es nicht bald eine kollektive Lösung im Tarifvertrag gibt, könnten künftig die am Arbeitsmarkt begehrten Berufsgruppen individuell den eigenen „Marktwert“ mit dem Arbeitgeber verhandeln. Mit Marktgesetzen kennt sich der Konzern schließlich aus.

Diskutiert in euren Teams und informiert die Tarifkommissionsmitglieder, was ihr von dem Angebot und dem Vorgehen von Helios haltet.

Die Verhandlungen werden am 20. März 2017 fort gesetzt.

Unsere Forderungen:

  • Erhöhung der Entgelte um 6 Prozent
  • Jahressonderzahlung von 100 Prozent des Monatsentgelts
  • Ost-West-Angleichung
  • Erhöhung der Entgelte für Auszubildende um 100 Euro
  • 30 Tage Erholungsurlaub für Auszubildende
  • Aufnahme von Verhandlungen über eine Entgeltordnung analog des Tarifvertrags öffentlicher Dienst (TVöD)
  • Laufzeit 12 Monate