DRK

Kein Lösungsansatz bei Sondierung

DRK-Tarifrunde 2016

Kein Lösungsansatz bei Sondierung

ver.di fordert DRK auf, die Verhandlungen fortzusetzen

Von April bis Juli hat ver.di mit dem DRK Tarifverhandlungen geführt. Im September wurde das Verhandlungsergebnis von 53 Prozent der Mitglieder beim DRK abgelehnt. Die Arbeitgeberseite hat das Ergebnis angenommen. Daraufhin fanden am 6. und 7. Oktober 2016 Sondierungsgespräche statt, um Lösungsmöglichkeiten auszuloten.

ver.di will gute Lösung für alle Beschäftigten

Wir haben vorgeschlagen, die rettungsdienstlichen Themen auszuklammern und sie im Tarifvertrag mit einem Sonderkündigungsrecht zu versehen. Das würde ermöglichen, bei dann anschließenden Verhandlungen die Situation im Rettungsdienst sehr gezielt in den Blick zu nehmen und auch die Eingruppierung der Notfallsanitäter/innen zu regeln. Einer zeitnahen Umsetzung der anderen Verhandlungsergebnisse stünde dann nicht mehr im Wege.

Arbeitgeber uneinsichtig

Die Vertreter/innen der Bundestarifgemeinschaft des DRK haben erklärt, keine weiteren Verhandlungen führen zu wollen. Auch ein Sonderkündigungsrecht sei für sie nicht vorstellbar. Denkbar sei allenfalls eine vorläufige Zulage fürNotfallsanitäter und die Zusage, Verhandlungen über die Eingruppierung sowie die K(Pflege)-Tabelle aufzunehmen.

Und nun?

Wir erwarten, dass die Arbeitgeber an den Verhandlungstisch zurückkehren. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass sie die Schlichtung anrufen.

Schlichtung - was ist das?

Gehen die Arbeitgeber auf die Aufforderung, weiter zu verhandeln, nicht ein, muss eine der Tarifvertragspartei die Schlichtung anrufen. Die Schlichtungskommission würde in dieser Tarifauseinandersetzung durch eine/n Vorsitzende/n der Arbeitgeberseite geleitet. Während Schlichtung und gegebenenfalls Krisenstab (Dauer ca. 6 Wochen) herrscht Friedenspflicht. Diese endet erst, wenn die Einigungsempfehlung von Schlichtungskommission und danach die Einigungsempfehlung des Krisenstabes abgelehnt werden sollte.