DRK

Verhandlungsergebnis abgelehnt

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Verhandlungsergebnis abgelehnt

ver.di wird DRK auffordern, Verhandlungen wieder aufzunehmen

Ablehnung des Ergebnisses

Gut die Hälfte der Mitglieder (knapp 53 Prozent) hat in der anschließenden Mitgliederbefragung für die Ablehnung dieses Ergebnisses gestimmt. Besonders hoch war die Ablehnung bei Beschäftigten des Rettungsdienstes. Die Beteiligung war jedoch insgesamt gering, vor allem diejenigen, die durch das Ergebnis deutliche Gehaltssteigerungen erreicht hätten, haben sich nicht an der Abstimmung beteiligt. Gleichzeitig gibt es unterschiedliche Einschätzungen zur Mobilisierbarkeit in einer  sich zuspitzenden Tarifauseinandersetzung.

Die Tarifkommission hat sich nach langer und leidenschaftlicher Debatte dem Votum der Mitglieder angeschlossen und am 15. September 2016 entschieden, das Verhandlungsergebnis abzulehnen. ver.di hat das DRK umgehend über die Ablehnung des Verhandlungsergebnisses informiert.

Was nun?

Das gesamte Verhandlungsergebnis, inklusive Lohnerhöhungen, ist mit der Ablehnung hinfällig. Wir werden die Bundestarifgemeinschaft des DRK auffordern die Verhandlungen wieder aufzunehmen, um eine weitere Eskalation zu vermeiden.

ver.di-Verhandlungsführer Frank Hutmacher: „Ich erwarte jetzt vor allem von denjenigen Beschäftigten, die bisher nur in den Zuschauerrängen saßen und trotzdem das Ergebnis abgelehnt haben, dass sie sich in ver.di organisieren und aktiv werden. Gemeinsam können wir noch mehr erreichen.“

Das abgelehnte Ergebnis im Einzelnen

  • tabellenwirksame Anhebung der Gehälter um 2,4 Prozent zum 1. August 2016 sowie um weitere 2,35 Prozent zum 1. März 2017
  • Übernahme der Eingruppierungsordnung des Sozial- und Erziehungsdienstes aus dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD)
  • Verkürzung der Arbeitszeit von 48 Stunden auf 47 Stunden ab 2017, 46 Stunden ab 2018 und 45 Stunden ab 2019 für die Beschäftigten im Rettungsdienst
  • Erhöhung des Urlaubsanspruchs von derzeit 26 Tagen auf 28 Tage ab dem Jahr 2017 und 29 Tage ab 2019