Rettungsdienst

Neuregelung im Rettungsdienst

Notfallsanitäter

Neuregelung im Rettungsdienst

Anhörung im Bundestag zur Neuregelung des Berufsbildes im Rettungsdienst ver.di Anhörung im Bundestag

Beteiligte und Zuschauer der Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestages wurden am 30. Januar 2013 Zeuge eines Ereignisses, an das viele schon fast nicht mehr geglaubt hätten: Die Neuregelung des Berufes für Beschäftigte im Rettungsdienst.

Nach langen Jahren und vielen Ankündigungen, die solche blieben, nun die Anhörung zum neuen Notfallsanitätergesetz. ver.di vertrat als zuständige Fachgewerkschaft die Interessen der Beschäftigten und deren Kernforderungen: den Ausbildungsteil Heilkunde – der die jetzt schon gängige Praxis nachvollzieht und dadurch Rechtssicherheit schafft – bundeseinheitlich zu belassen und nicht regional in die Verantwortung von Ärztlichen Leitern Rettungsdienst/ Ärzten zu geben sowie das Schulgeld zu verbieten und keine nachträgliche Aberken-nung der Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung aus gesundheitlichen oder körperlichen Gründen zuzulassen.

Allgemeiner Konsens zwischen allen Beteiligten war und ist, dass die Ausbildung nun 3 Jahre betragen müsse. Die Finanzierung der Ausbildung ist nicht abschließend durch den Gesetzesentwurf geregelt. Es versuchten sowohl die Kassen als auch die Länder, jegliche Mehrkosten von sich abzuwälzen.

Des Weiteren gab es vonseiten der Bundesärztekammer das berufsständisch geleitete Interesse, den Notfallsanitäter als eigenständiges Berufsbild mit heilkundlichem Anteil zu verhindern. Diesem Begehren erteilte ver.di klar eine Absage. Nach einer 2. und 3. Lesung im Bundestag wird der Gesetzentwurf Ende März in den Bundesrat gehen. ver.di wird sich auch weiterhin für ein eigenständiges Berufsbild und eine moderne, am Standard des nationalen und europäischen Qualifikationsrahmens orientierte Ausbildung einsetzen.

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