Psychiatrie

Mitbestimmen bei Psychiatrie-Studie

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Mitbestimmen bei Psychiatrie-Studie

Im Rahmen der neuen Personalmindeststandards für die Krankenhaus-Psychiatrie hat der Gemeinsame Bundesausschuss eine breit angelegte Studie zur IST-Personalausstattung in Auftrag gegeben, die von der GWT-TUD GmbH unter Leitung von Prof. Dr. Wittchen durchgeführt wird („Wittchen-Studie“) . Ungefähr ein Drittel der psychiatrischen Krankenhäuser und Fachabteilungen sollen sich beteiligen, im Herbst 2017 gehen die Anfragen dafür an die Kliniken. Interessenvertretungen haben bei Mitarbeiterbefragungen Mitbestimmungsrechte, die sie auf jeden Fall wahrnehmen sollten. In der hier angefügten Information für Interessenvertretungen aus den verschiedenen Rechtskreisen (Betriebsverfassungsgesetz, Personalvertretungsrecht, Mitarbeitervertretungsrecht) findet ihr Hintergrundinformationen zur Arbeit an den neuen Personalmindeststandards, zur Studie, und Hinweise zu euren Mitbestimmungsrechten und warum es Sinn macht, sie hier zu nutzen.

UPDATE: Wittchen-Studie - weitere Informationen

Kurz nach Fertigstellung des ersten, Ende Oktober veröffentlichten Psychiatrie-Infos zur Studie erreichten uns weitere Informationen zu Inhalt und Vorgehen der durchführenden Wissenschaftler/innen. Auf dieser Grundlage können wir eine differenziertere Bewertung vornehmen, die ihr im Update vom November 2017 findet.

Anhand der uns vorliegenden Informationen steht aus ver.di-Sicht nichts entgegen, wenn Interessenvertretungen sich für eine Teilnahme ihrer Einrichtungen an der Studie auszusprechen.

Weiterhin bleibt jedoch deutlich, dass die Entwicklung der neuen Personalmindeststandards im Gemeinsamen Bundesausschuss ein schwieriger und sehr umkämpfter Prozess ist.

Wir fordern eine PsychPVplus! Für eine bedarfsgerechte Personalausstattung, die gute Versorgung ohne Gesundheitsgefährdung der Beschäftigten möglich macht.