Altenpflege

Großartiger Beruf mit schlimmen Bedingungen

Altenpflege

Großartiger Beruf mit schlimmen Bedingungen

Kommentar von Sylvia Bühler, ver.di-Bundesvorstand und Leiterin des Fachbereichs Gesundheit, Soziale Dienste, Wohlfahrt und Kirchen
Altenpflegerin mit Bewohnerin Arnim Thomaß Altenpflege

ver.di kennt die Situation in der Altenpflege gut. Seit Jahren kämpfen wir deshalb für mehr Personal und bessere Löhne. Die politischen Lösungen dauern viel zu lange und die privaten Pflegekonzerne interessieren sich für ihren Profit – nicht für Menschen. Der aktuelle BKK-Gesundheitsatlas belegt, wie dramatisch die Lage in der Altenpflege ist. Die Krankenstände sind extrem hoch, eine Hauptursache sind psychische Erkrankungen. Fast jede/r dritte Beschäftigte hat einen befristeten Arbeitsvertrag.Dass aufgrund fehlender Tarifbindung oft nur Mindestlohn gezahlt wird, der kaum bis zum Monatsende reicht, ist schon lange bekannt. Miese Bedingungen also für einen gesellschaftlich bedeutsamen, körperlich und psychisch anstrengenden Beruf.

Dabei ist Altenpflege schon heute ein Mangelberuf. Ich empfehle, die Chancen zu nutzen und zu prüfen, ob es nicht ein paar Kilometer weiter einen Arbeitgeber gibt, der bessere Bedingungen bietet. Am besten, die Kolleginnen und Kollegen aus dem Team bewerben sich dort gleich mit. Gegenwehr ist angesagt, damit der großartige Beruf wieder Freude macht.

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